Wo liegen die Grenzen des GPS?
Durch die sich immer verbessernde Technik der Satellitennavigation, z.B. durch WAAS/EGNOS werden die Grenzen des GPS geringer und somit der Anwendungsbereich um ein vielfaches größer. Auch wurde vor ein paar Jahren die »Selective Avaibility« (selektive Verfügbarkeit) seitens des amerikanischen Verteidigungsministeriums abgeschaltet, die eine genaue Postionsbestimmung sehr erschwerte und ausschließlich dem Militär vorbehalten war.
Trotz allen Fortschritts und großartigen Nutzen des GPS, kann es auch hier mal zu Fehlern kommen. Unten finden Sie eine Auflistung der häufigsten Fehlerquellen:
Mehrwegausbreitung
- Damit ist die Reflektion der von den Sateliten ausgesandten Radiowellen an Häuserwänden, Felswänden oder anderen eng beieinander stehenden Objekten gemeint.
- Durch die Mehrwegausbreitung des ausgesendeten Signals trifft es später im Empfänger ein.
- Durch den großen Fortschritt und der damit verbundenen besseren Empfangsleistung eines GPS-Gerätes, kann diese Fehlerquelle heutzutage nahezu vernachlässigt werden.
Abschattung von Satellitensignalen
- Damit ein GPS-Empfänger 100% funktioniert, muss immer ein freier Empfang der Satellitensignale vorhanden sein: Zum Beispiel kann es unter dem dichten Blätterdach tropischer Regenwälder zu totalen Abschattungen des Satelitensignals und somit zum Ausfall der Navigation kommen (Lichtungen bzw. hohen Punkt aufsuchen).
- Beton und Eisen verschlucken ebenso die Signale (geschlossene Räume).
- Im Auto sollte der Empfänger direkt am Amaturenbrett befestigt werden, um den bestmöglichen Empfang zu gewährleisten (bei beheizbarer oder metallisierter Windschutzscheibe kann es ebenfalls zu Störungen kommen; falls dies geschieht kann durch eine optionale externe Antenne Abhilfe geschaffen werden).
- Auch durch das zu nahe Halten des GPS-Empfängers am Körper kann es zu Teilabschattungen kommen (einfach ein wenig vom Körper weghalten).
- Das Wandern in Felsschluchten kann ebenfalls zu Teilabschattungen führen, deswegen immer so weit wie möglich von Felswänden weg stehen, um die Signale einwandfrei zu empfangen.
Atmosphärische Effekte
- Durch den Eintritt in die Atmosphäre werden die ausgesandten elektromagnetischen Wellen des Satellitensignals reflektiert oder gebrochen. Dies geschieht vor allem in der sogenannten Ionosphäre und in der Troposphäre. Dieser negative Effekt wird durch Berechnungen des im GPS-Empfänger integrierten Computers kompensiert.
- Auch wird durch das Registrieren von nieder- und hochfrequenten Signalen Abhilfe geschaffen. Durch den aktuellen Stand der Technik, bei dem gleichzeitig bis zu 12 Satellitensignale gleichzeitig empfangen und ausgewertet werden können, wird dieser negative Effekt zusätzlich verkleinert.
Satellitengeometrie
- Die Positon der Satelliten zu Ihrem Empfänger sind ein weiterer Faktor bei der Genauigkeit von Messungen. Durch eine hohe Anzahl der sich um die Erde bewegenden Satelliten (24) wird eine Verbesserung des Empfangs bereitet, sodass an jedem Ort der Welt mehrere Signale für meinen Empfänger verfügbar sind.

