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Anwendungsbereich: Marine & Wassersport


Natürlich ist GPS gerade unter Seglern und Freizeitkapitänen ein alter Hut und gehört längst zum Standardinventar einer jeden guten Jacht. Nicht zuletzt, weil sich der Einsatz in der Praxis schon tausendfach auf dem Wasser bewährt hat. Auf großen Wasserflächen seinen eigenen Standpunkt zu lokalisieren und zuglich anhand von Symbolen festzuhalten ist ein großer navigatorischer Vorteil. Bei einigen speziell für diesen Bereich ausgelegten GPS-Geräten, wie zum Beispiel dem GPSmap 76 CSx gibt es auch eine MOB-Funktion (Man over Board), die im Falle eines Unfalls schnellstmöglich die eigene Position festhält. Neben den Standard-GPS-Handgeräten werden gerade auf größeren Segel- oder Motorbootyachten große Kartenplotter für die Navigation eingesetzt. Diese kann man mit speziellen BlueChart-Seekarten füttern, die dann neben der reinen Karten- auch die perfekte Bildschirmnavigation ermöglichen. Dort sind zum Beispiel Bojen, Schiffartswege, Küsten und Hafenpläne sowie Tiefenangaben kartographiert. Auch für viele Kajak-Fahrer bietet die GPS-Navigation riesige Vorteile. Man denke da zum Beispiel an viele paralell laufende Flussarme in Skandinavien, bei denen man mit der reinen Karten- und Kompassnavigation schnell an seine Grenzen stößt, wenn es darum geht, die eigene Position zu lokalisieren. Mit GPS kein Problem! GPS raus, Satellitensignal abwarten (4 Satelliten werden zur genauen Navigation benötigt) und die angezeigte Koordinate auf der gps-fähigen Karte (Standard ist WGS 84 und UTM-Benutzergitter) abgleichen, um die eigene Postion festzustellen. Auch lässt sich jederzeit die eigene Strecke genau aufzeichnen (Track) und per Track-Back-Funktion (bei den meisten Garmin-Geräten Standard) genau zurückverfolgen. Auch lassen sich besonders gute Anlegestellen oder Rastplätze auf Knopfdruck markieren und mit bestimmten Symbolen versehen, damit man jederzeit dorthin zurück findet (Wegpunkt). Ein großer Vorteil sind auch ladbare digitale Karten (z.B. Norwegen), mit denen eine blitzschnelle Orientierung möglich ist (wo bin ich - wo solls hingehen). Wie bereits angesprochen, sind 90% der Garmin-Geräte wasserdicht. Noch dazu gibt es einige Modelle, die für den Einsatz in der Nacht, eine Hintergrund- sowie Tastaturbeleuchtung besitzen. Auch ist es gerade für den Wassersportler sinnvoll ein schwimmfähiges GPS-Gerät zu wählen z.B. aus der 76-Serie. Trotz der Wasserdichtigkeit der Geräte (IPX-7 Standard / 30 Minuten Eintauchen in 1m tiefem Wasser) sollte man auch über eine Neopren-Schutztasche nachdenken, die gerade vor dem agressiven Salzwasser der Meere schützt.
 
Für Taucher oder Angler bietet GPS riesige Möglichkeiten, um z.B. die schönsten Tauchreviere, Wracks, Korallenriffe per Koordinate direkt und punktgenau anzusteuern. Auf die gleiche Weise lassen sich auch tolle Angelstellen markieren und jederzeit wieder ansteuern. Hier wird gerade eine Positionierung mit einer gps-fähigen Karte durchgenommen. Immer darauf achten, dass das Kartenbezugssystem und Benutzergitter der Papierkarte mit dem des GPS übereinstimmt - ansonsten treten Fehler auf und man befindet sich ganz woanders als man denkt. Als Tipp: Auf manchen Karten fehlt manchal die Angabe des Bezugssystems. In diesem Fall sollte man beim zuständigen Vermessungsamt (z.B. Landesvermessungsamt) anrufen. Ist dies nicht möglich, so kann man im Zweifelsfall als Bezugssystem das "WGS 84" (World Geodatic System) im Gerät einstellen, da man so die geringste Abweichung vom normalen Standort hat.  


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