GPS-Gerätekunde
Die Tastatur
- Dadurch, dass im Gegensatz zum Handy viel Platz für das Display benötigt wird (für die Karten- bzw. Wegpunktdarstellung), ist die Anzahl der Tasten möglichst gering gehalten bzw. bei einigen Produktserien wie bei der eTrex-Reihe von Garmin an den Seiten untergebracht.
- Nur für die wichtigsten Funktionen gibt es eine eigene Taste (z.B. zum Ansteuern von Punkten durch die »GOTO-Taste«, zum Aufrufen der Karten-Seite »PAGE« oder z.B. zum Markieren von Wegpunkten wird die »Mark-Taste« gedrückt.
- Durch Drücken der Pfeiltasten können Sie ähnlich wie bei Ihrem heimischen PC durch die Untermenüs navigieren.
- Bestätigung eines Vorgangs erfolgt i.d.R. durch das Drücken der »Enter-Taste«!
Tipps & Tricks!
Falls Sie Ihren GPS-Empfänger auch im Winter einsetzten möchten, sollten Sie bei der Anschaffung des Gerätes darauf achten, dass die Tasten auch mit unhandlichen Handschuhen bedient werden können!
Das Display
- Die Größe des Displays nimmt i.d.R. mehr Platz als die Tastatur eines GPS-Empfängers ein (im Gegensatz zum Handy).
- I.d.R. ist das Bild in unterschiedlichen Grautönen gehalten.
- Die neueren und teureren Geräte besitzen eine Farbdarstellung mit höherer Auflösung.
- Durch die mittlerweile verbesserte Auflösung einiger Geräte lassen sich auch vereinfachte Landkarten in Ihrem GPS-Empfänger darstellen (Empfänger mit Kartendarstellung).
- Bei einigen Empfängern lässt sich die Bildschirmanzeige sogar von Hoch- auf Querformat verstellen.
- LCD-Displays (Liquid Crystal Displays) sind auch bei hohen Temperaturen bis zu +70 Grad einsetzbar, jedoch finden sie im Gegenzug nur bis zu -15 Grad Verwendung, da unter dieser Marke die Gefahr besteht, dass die Flüssigkeitskristalle gefrieren, was das Display des Gerätes irreparabel zerstören würde.
- Bei Ausflügen in kältere Gefilde (z.B. Arktis) Geräte mit Zifferndisplays verwenden, da sie bis zu -25 Grad kälteresistent sind.
- Sparen Sie lieber mit der Displaybeleuchtung, da dies eine längere Batteriestandzeit zur Folge hat.
Tipps & Tricks!
Auch unser Körper gibt Wärme ab. Falls Sie sich in kalten Regionen bewegen, sollten Sie den Empfänger immer nah bei sich tragen, um das Display vor Frostschäden zu schützen!
Das Gehäuse
- Da die ersten GPS-Empfänger für den Outdoor-Einsatz konzipiert wurden, sind sie i.d.R. recht robust und wasserdicht. Fast alle Garmin-Geräte unterliegen dem IPX7-Standard und müssen so mind. 30 Minuten Aufenthalt in 1m Wassertiefe überstehen.
- Gehäuse ist schlag- und sturz-unempflindlich.
- Viele GPS-Geräte sind schwimmfähig und daher hervorragend für Segler, Kanuten und Angler geeignet. Eine einmalige Unachtsamkeit hat so keine schweren Folgen.
- Vorsichtshalber sollte man für die vorangegangenen Einsatzbereiche trotzdem eine wasserdichte Schutztasche verwenden. Sicher ist sicher!
Tipps & Tricks!
Jeder, der seinen GPS-Empfänger vorwiegend auf dem Wasser verwenden will, sollte unbedingt darauf achten, dass er schwimmfähig ist. Schauen Sie sich dazu vor dem Kauf immer die Eigenschaften und Leistungsmerkmale Ihres Gerätes an. (Wir haben bei unseren empfohlenen Geräten für den Anwendungsbereich Marine & Wassersport diese Eigenschaft natürlich vorrausgesetzt)!
Die Antenne
- Die Qualität des Empfanges wird durch die Empfindlichkeit der Antenne wesentllich mitbestimmt.
- Die für GPS-Empfänger gebräuchlichen Antennen sind im Gehäuse integriert oder außen angebracht.
- Die inneren Flachantennen (Patch-Antennen) haben den Vorteil gut geschützt zu sein und Signal aus dem im Zenit stehenden Satelliten zu empfangen.
- Die rechteckigen Außenantennen (Quadrifilar-Helix-Antennen) sind gegenüber Beschädigungen empfindlicher, können dafür aber durch ihre Beweglichkeit auch nah über dem Horizont stehende Satelliten empfangen.
- Bei einigen GPS-Geräten besteht auch die Möglichkeit externe Antennen optional zu verwenden, um eine Verstärkung des Signals und somit des Empfangs herbeizuführen. Eine externe Antenne spielt zum Beispiel bei der Mobilnavigation eine gewichtige Rolle, da es in Häuserschluchten oder durch die Fahrt durch Tunnel etc. zu kurzzeitigen Aussetzern kommen kann.
Tipps & Tricks!
Beim Einsatz eines Outdoor-Empfängers diesen immer körperfern halten und Antenne in Wanderrichtung halten, da sonst falsche Messungen zustande kommen!
Die GPS-Empfangskanäle
- Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedene Typen von GPS-Empfängern unterschieden.
- Die Multiplexing-Empfänger registrieren ein bis drei Kanäle.
- Neue Parallelle-Empfänger hingegen von 5 bis zu 12 Kanäle gleichzeitig.
- Durch den synchronen Abgleich von meist zwölf Sateliten wird eine Verbesserung des Empfangs ermöglicht und eine Vollabschattung des Signals hat so Seltenheitswert.
- Verliert z.B. ein Multiplexing-Empfänger ein Satellitensignal, so muss er erst auf einen neuen Sateliten umschalten und es kann somit kurzfristig keine Positionsbestimmung erfolgen.
Tipps & Tricks!
Achten Sie beim Kauf eines GPS-Empfängers darauf, daß er parallel 12 Satelliten gleichzeitig empfangen und auswerten kann. Parallele GPS-Geräte sind heutzutage Standard, geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden!
Die Stromversorgung
- Die Stromversorgung kann intern durch Batterien, Akkus oder extern z.B. über Anschluss per Zigarettenanzünder erfolgen.
- Wiederaufladbare Batterien (Accucell): Haben eine geringe Selbstentladungsrate, weniger Schadstoffbelastung als Einwegbatterien, eine hohe Spannung von 1,5 V und eine Kapazität von 800MA. Für eine lange Lebensdauer wird empfohlen die Batterien nach jeder Anwendung wieder aufzuladen.
- Lithiumbatterien (Einweg): Breiter Einsatzbereich, da Sie zwischen -20C und +70 Grad verwendbar sind. Bei Kälte wesentlich ergiebiger als Alkaline-Einwegbatterien.
- Alkalinebatterien (Einweg): Schneller Leistungsabfall am Ende der Betriebszeit führt zur schnelleren Abschaltung des Gerätes, als es die Ladungsanzeige vermuten lässt.
- Wer seinen GPS-Empfänger nur selten benutzt, für den sind Einwegbatterien die einfachste Variante.
- Generelle Eigenschaft von Akkus: Für all diejenigen empfehlenswert, die regelmäßig mit einem GPS-Empfänger arbeiten. Akkus sollten so lange benutzt werden, bis das Gerät nicht mehr einsatzbereit ist, danach erst sollte die Aufladung erfolgen. Beim Kauf eines Ladegerätes darauf achten, dass es auch über eine Entladefunkton verfügt. Es ist ratsam, vor der ersten Inbetriebnahme von Akkus diese zwei- bis dreimal vollständig zu laden und zu entladen. Empfohlen wird die Lagerung von Akkus im Kühlschrank, da bei Kälte die Selbstentladungsrate wesentlich abfällt.
- Nickel-Cadmium-Akku (NiCd-Akku): Bei der Lagerung bei Zimmertemperatur verliert diese Akku-Art bis zu 20% seiner Ladung.
- Nickel-Metall-Hydrid-Akku (NiMH-Akku): Vergleichbar mit »NiCd-Akku«, jedoch kann es bei gleicher Lagerungsart zu einer noch höheren Entladung von bis zu 25% im Monat kommen.
Tipps & Tricks!
Bei längeren Touren immer daran denken, Ersatzbatterien oder aber für ausreichende externe Stromversorgung durch z.B. Zigarettenanzünder-Adapter zu sorgen, denn ohne Strom nützt Ihnen der beste GPS-Empfänger nichts!

